Wege zur digitalen Souveränität

Gemeinwohlorientierte Plattformen und offene Infrastrukturen

Große Online-Medienplattformen – darunter nicht mehr nur YouTube und Netflix, sondern auch Amazon, Instagram, oder sogar Facebook – bestimmen, wie und welche Videoinhalte Nutzer*innen konsumieren. Dabei prägen nicht nur technische und unternehmerische Entscheidungen die Infrastruktur der großen Medienplattformen, sondern ihr Charakter ist durch kulturelle und sozialstrukturelle Faktoren geprägt. Damit sind gegenwärtige Plattformlandschaften abseits von Technologie auch durch die sie umgebenden (und füllenden) Institutionen, Praktiken und Diskursen geprägt. Die Umsetzung gesellschaftlicher Werte in medialen Infrastrukturen geben diesen daher eine wesentliche Bedeutung für weitere gesellschaftliche Entwicklungen und damit auch für die Demokratie.
Gegenwärtig unterwerfen die großen Plattformanbieter ihre Infrastrukturen jedoch hauptsächlich kommerziellen Maximen. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit ihnen für öffentlich-rechtliche Akteure nur bedingt eine Option. Aber gibt es unabhängige und demokratieförderliche Alternativen, die Raum für Gemeinwohl bieten? Welche Wege führen aus den infrastrukturellen Monokulturen großer Medienplattformen? Und wie sehen konkrete technische und gesellschaftliche Lösungsansätze aus?

In Zusammenarbeit mit dem MedienNetzwerk Bayern

Diskussion

Prof. Dr. Leonhard Dobusch

Professor für Betriebswirtschaftslehre, Universität Innsbruck und Vertreter für die Interessensgruppe „Internet“, ZDF Fernsehrat

Mackenzie Nelson

Projektleitung und Researcherin „Governing Platforms“, AlgorithmWatch

Dr. Jan-Hendrik Passoth

Leiter des Digital Media Lab, Munich Center for Technology in Society, Technische Universität München

Stefan Primbs

Social Media Beauftragter und Mitglied des Digitalboards, Bayerischer Rundfunk

Prof. Dr. Annika Sehl

Professorin für Digitalen Journalismus, Universität der Bundeswehr München, Research Associate, Reuters Institute for the Study of Journalism, University of Oxford

Moderation

Pauline Tillmann

Gründerin und Chefredakteurin, Deine Korrespondentin

Deutsch