Setting the Scene: Das Netzwerk sektoraler Medienregulierung auf EU-Ebene

„Medienregulierung“ auf Ebene der Europäischen Union zeichnet sich durch ein komplexes Geflecht von Regeln aus, die für die Medien relevant sind. Das umfasst Bestimmungen, die unmittelbar Medien adressieren und regulieren, wie in der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste, aber auch solche, die Distributionswege oder das Konkurrenzverhältnis auf Zuschauer- und Werbemärkten bei der Vermittlung von Inhalten betreffen. Vor allem im Online-Bereich, der in den letzten Jahren zunehmend Regulierung durch Reformen auf EU- und nationaler Ebene erfährt, stehen dabei wirtschaftliche Zielsetzungen im Vordergrund, so dass sich die Frage nach Auswirkungen auf kulturpolitische Zuständigkeiten stellt. Aktuelle Bestrebungen der EU, etwa im Rahmen der Verordnungsvorschläge für digitale Dienste und digitale Märkte, der Europäischen Aktionspläne für Demokratie und für Europas Medien in der digitalen Dekade sowie des angekündigten Media Freedom Act, kündigen weitere Schnittstellen mit der existierenden und Rahmenbedingungen für die zukünftige Medienregulierung an.

Im Rahmen seines Vortrags gibt Prof. Dr. Mark D. Cole, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht, einen Überblick zu dieser komplexen rechtlichen Ausgangslage und bereitet damit die Basis für die anschließende Diskussion in den folgenden Panels des Europatags

 

Vortrag

Prof. Dr. Mark Cole

Wissenschaftlicher Direktor, Institut für Europäisches Medienrecht (EMR)

Moderation

Prof. Dr. Stephan Ory

Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht sowie Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied des Instituts für Verfahrensrecht im elektronischen Rechtsverkehr e.V.

Deutsch