Nachrichten selbstgemacht

Wer braucht noch Journalist/innen?

Wer braucht Nachrichten und wozu? Wer produziert Nachrichten und wozu? Medien und Medienmacher stehen wie nie zuvor unter Rechtfertigungszwang. Die Informationsflut aus journalistischen Inhalten, gezielt gestreuten „Fake News“ und PR wächst dank Internet und Digitalisierung immer weiter an. Vereine wie der FC Bayern, Unternehmen wie Mercedes Benz oder Regierungsmitglieder wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer betreiben beispielsweise gleich selbst ganze Medienabteilungen und Newsrooms, um positive Nachrichten mit dem jeweils eigenen Spin zu verbreiten.

Welche Rolle spielen bei dieser Gemengelage heute Journalist/innen, gibt es weiterhin eine klar umrissene Aufgabe für Redaktion und Verlag? Das ist nur eine der Fragen, die der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und der Verband Bayerischer Zeitungsverleger bei ihrem Special in den Mittelpunkt rücken wollen.

Hinzu kommt, dass in Deutschland die Berufsbezeichnung „Journalist“ aus historischen Gründen nicht geschützt ist. Jede und jeder darf behaupten, journalistisch tätig zu sein. Und dies bei einem Publikum, das sich in Teilen lautstark verbittet, mit Stilformen wie Meinung, Kommentar, Satire behelligt zu werden. Muss sich womöglich Journalismus als Beruf ändern, wenn er seine Relevanz für die demokratisch verfasste Gesellschaft in Deutschland erhalten will? Oder muss sich die Gesellschaft ändern? 

Gute Aussichten für eine streitige Debatte!

Begrüßung

Dr. Uwe Vorkötter

Chefredakteur, Horizont

Zur Sache

Dr. Franziska Augstein

Publizistin, Kolumnistin bei der Süddeutschen Zeitung

Diskussion

Dr. Franziska Augstein

Publizistin, Kolumnistin bei der Süddeutschen Zeitung

Marco Fenske

Chefredakteur und Geschäftsführer, RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)

Carline Mohr

Leiterin digitale Kanäle, Willy-Brandt-Haus Berlin

Prof. Dr. Frank Überall

Bundesvorsitzender, DJV

Moderation

Dr. Uwe Vorkötter

Chefredakteur, Horizont

Deutsch