Deep Fake Trouble – Was tun gegen gefälschte Inhalte?

Deepfakes sind im Netz weit verbreitet. Die Anzahl hat sich im Zeitraum von etwas mehr als einem halben Jahr fast verdoppelt – zu diesem Schluss kommt die jüngste Untersuchung von Deeptrace. Das niederländische Unternehmen stieß bei seiner Analyse auf fast 14.700 Deepfake Videos. Im Dezember 2018 waren es noch unter 8.000. Noch ist die Erstellung von perfekten Deepfakes sicherlich nicht mal so nebenbei und für jedermann umsetzbar. Doch die Technologie soll sich schneller weiterentwickeln als bisher von Experten angenommen: Deepfake-Pionier Hao Li stellte Ende September auf der EmTech-Konferenz in Massachusetts die Prognose, dass innerhalb weniger Jahre perfekte und praktisch nicht nachweisbare Deepfakes möglich sein könnten. Die Möglichkeit, Mimik und Stimmen von den Mächtigen der Welt zu synthetisieren und sie beliebige Sätze sagen zu lassen, birgt enorme Gefahren für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Deepfakes haben das Potenzial, die Effekte von Fake-News-Kampagnen um ein Vielfaches zu übersteigen. Vor allem Medien stellt dies vor neue Herausforderungen – Deepfakes zu erkennen, fordert den redaktionellen Alltag heraus, erfordert völlig neue Skills und Techniken. Das Panel soll aufzeigen, wo das Phänomen Deepfake aktuell steht, welche Technologien und Mechanismen dahinterstehen und wie man gefälschte Inhalte erkennt und bekämpfen kann.

Kurzvorträge und Talk

Thomas Endres

Associate Partner, TNG Technology Consulting

Martin Förtsch

Principal Consultant, TNG Technology Consulting

Moderation

Eva Horn

Redakteurin, SPIEGEL ONLINE, Ressort Social Media

Deutsch