Booktalk mit Kathrin Hartmann:

Grüner wird’s nicht – Warum wir mit der ökologischen Krise völlig falsch umgehen

Wie aufrichtig und entschlossen sind wir, wenn es um das „Retten der Welt“ geht? Die meisten von uns wollen etwas ändern, das aber möglichst komfortabel – eine Formel, die nicht aufgehen wird.

Ein brandaktuelles Debattenbuch von einer der profiliertesten Journalistinnen Deutschlands. Wohlhabende haben das höchste Umweltbewusstsein – und gleichzeitig den größten ökologischen Fußabdruck. „Klimabesorgte Klimasünder“ nennt das Umweltbundesamt Bürgerinnen und Bürger, die vermögend und gebildet sind, Bio-Lebensmittel und stromsparende Geräte kaufen, ansonsten aber einen konsumprallen Lebensstil pflegen, häufige Fernreisen inklusive. Während sie den Schülerinnen und Schülern auf den „Fridays for Future“-Demos anerkennend auf die Schulter klopfen, unternehmen sie wenig, jene Machtstrukturen zu verändern, von denen sie profitieren. Aber ist das nicht die Haltung beinahe von uns allen? Besorgt nehmen wir die immer düsterer klingenden Prognosen der Wissenschaftler zur Kenntnis, halten aber weitgehend an unserem ressourcenverbrauchenden Lebensstil fest. Die radikalen ökologischen und sozialen Änderungen, die es bräuchte, um die Klimakatastrophe doch noch zu verhindern, werden wir so nie in Gang setzen. Wir müssen uns also selbst befragen und ehrliche Antworten geben: Wie wichtig ist uns die Zukunft des Planeten und der Nachgeborenen?

Talk

Kathrin Hartmann

Journalistin

Moderation

Petra Schwegler

Fachreferentin Vernetzung / Kommunikation, MedienNetzwerk Bayern / Medientage München

Deutsch