Medien zwischen Macht und Ohnmacht
Wie gewinnt Journalismus Vertrauen zurück?
Digitaler Umbruch, ökonomische Krisenfaktoren, Mehrbelastungen, zudem globale Polykrisen und polarisierende Tendenzen in der Gesellschaft stellen Medienschaffende Tag für Tag vor große Herausforderungen. Vom einstigen mächtigen Gatekeeper und Garanten der öffentlichen Meinungsbildung bis zum erschütterten Vertrauen und einer breiten Nachrichtenmüdigkeit in Teilen der Bevölkerung hat der Journalismus seit den 2000er Jahren einen tiefgehenden Wandel durchlaufen. Dabei sind gerade jetzt, in Zeiten von Desinformationen und Verschwörungsnarrativen, journalistische Kernkompetenzen wie fundierte Recherche und professionelle Quellenprüfung für die Gesellschaft wichtiger denn je. Wie kann Journalismus Vertrauen zurückgewinnen? Rainer Nübel und Daniel Rölle, die mit Nadia Zaboura das im Juli erschienene Buch „Medien zwischen Macht und Ohnmacht“ geschrieben haben, vertreten die These: Journalistinnen und Journalisten sollten sich stärker dazu bekennen, dass eine ihrer Hauptfunktionen in der kritischen Unterstützung der demokratischen Zivilgesellschaft liegt.