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12. Mai 2020

#MTMdigitalks – Volume 2

Die Online-Reihe der Medientage München – Volume 2

13. Mai 2020 | 15:30 – 17:40 Uhr im Live Stream

Was ist guter Journalismus in Corona-Zeiten?

In der zweiten Ausgabe der #MTMdigitalks, der Online-Reihe der MEDIENTAGE MÜNCHEN, geht es um die Chancen und die Herausforderungen für den Journalismus in Corona-Zeiten.

Die Corona-Krise erzeugt in allen Bereichen des Lebens eine Ausnahmesituation, wie sie die meisten von uns noch nie erlebt haben. Fast von heute auf morgen sehen sich Journalisten und Medienmacher mit einer Flut und vor allem auch mit einer völlig neuen Vielfalt an Herausforderungen konfrontiert: Zurückgehende Werbeeinnahmen führen zu Kurzarbeit und Kündigungen. Remote Work und Kontaktsperre verändern Investigation und gewohnte Content-Erstellungsprozesse erheblich. Der Druck, schnell und wissenschaftlich fundiert zu allen Entwicklungen rund um die Corona-Krise zu berichten, ist enorm; die öffentliche Fehlertoleranz liegt bei Null.

Der große Bedarf an guten Medien und notwendiger, umfassender Berichterstattung bietet aber auch viele Möglichkeiten, neue Formate auf den Weg zu bringen, Contentstrategien zu justieren und die eigene journalistische Arbeit weiter zu optimieren. Unmittelbarer als sonst können Journalisten heute die Sinnhaftigkeit und gesellschaftliche Wirksamkeit ihres Berufs erfahren. Ohne ihren Beitrag ist eine gute gesellschaftliche Krisenbewältigung nicht möglich.

Doch was sind die größten Fehlerrisiken in der Corona-Berichterstattung? Wissenschaft und Newsmedien, eine schwierige Beziehung völlig unterschiedlich funktionierender Bereiche: Wie können sie ohne Konflikte und vielleicht auch noch nach der Pandemie stärker zusammenarbeiten? Was können Newsjournalisten von Wissenschaftsjournalisten lernen? Wie kann man Medienkritik einordnen und produktiv für sich nutzen? Und wohin mit den Inhalten abseits von Corona?

Am 13. Mai stellten Medienexperten, Journalisten und Wissenschaftler im Live-Stream per Videokonferenz vor, wie sie die aktuelle Situation bewerten und was aktuelle Learnings für die Zukunft des Journalismus bedeuten könnten.
 

 

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Programm    
  15:30 Uhr
Begrüßung
Stefan Sutor, Geschäftsführer, Medien.Bayern
  15:35 Uhr
Vortrag: Corona-Journalismus. Qualitäten, Fallstricke, Gefahren.
Prof. Dr. Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft, Universität Tübingen
  15:50 Uhr
Präsentation Studie: Navigating the ‘Infodemic’: How People in Six Countries Access and Rate News and Information about Coronavirus
Prof. Rasmus Kleis Nielsen, Director of Research Reuters Institute for the Study of Journalism
  16:05 Uhr
Vortrag: Wie Medien mit Hilfe von Datenjournalismus die Entwicklung der Pandemie darstellen – am Beispiel Süddeutsche Zeitung
Vanessa Wormer, Teamleiterin Daten und digitale Investigation, Süddeutsche Zeitung
  16:20 Uhr
Interview: Was Newsjournalisten von Wissenschaftsjournalisten lernen können
Volker Stollorz, Leiter, Science Media Center 


  16:35 Uhr
Statements & Diskussion:
Wissenschaft meets Massenmedien: Clash of Cultures oder fabelhafte Synergie?

  • Dr. Martina Franzen, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)
  • Prof. Dr. Klaus Meier, Professor für Journalistik, KU Eichstätt-Ingolstadt
  • Ines Pohl, designierte Studioleitung Washington, Deutsche Welle

  17:20 Uhr
Talk: Wissenschaftler im Fokus der Öffentlichkeit –
Forschungskommunikation im Spannungsfeld von Personenkult, Fake News und Verschwörungstheorien

  • Melanie Gath, Redakteurin maiLab und stv. Teamchefin Zulieferredaktion funk & Bewegtbild SWR3/DASDING, SWR
  • Korinna Hennig, Redakteurin, NDR info, Podcast „Coronavirus-Update mit Christian Drosten“
  Moderation
Michael Praetorius, Geschäftsführer, NOEO
Deutsch